Dorfleben
Zumikon ist eine lebendige Gemeinde. Behörden und Vereine schaffen Voraussetzungen für verschiedenste Aktivitäten. Zum Leben erwecken das Dorf aber erst die Menschen, die es bewohnen.
Zumikon, von A bis Z ein Dorf mit Leben
Zumikon ist keine Schlafgemeinde. Das liegt an jeder Bewohnerin, an jedem Bewohner selbst. Denn neben Ruhe, tiefem Steuerfuss und der Nähe zu Wald und Natur bietet Zumikon viel Leben.
Ein Dorf mit Leben bedeutet ein vielfältiges, abwechslungsreiches Angebot an Aktivitäten und Anlässen. Es bedeutet lebendige nachbarschaftliche Kontakte, ein Netz von Freunden in nächster Nähe und Begegnungen mit anderen Zumikerinnen und Zumikern. Behörden und Vereine mögen den Rahmen für ein Dorfleben bereitstellen, doch erfüllt wird dieser nur durch Menschen, die das Dorf zum Leben erwecken.
Auf viele Arten lassen sich in Zumikon die verschiedensten Dinge bewegen, seien es gelbe Filzbälle auf rotem Sand, gross- und kleinkalibrige Kugeln in der Breitwis, der eigene Körper mit Hilfe von Geräten oder selbst gefertigte Modellflugzeuge. Mit etwas Wetterglück kann man sogar auf Ski über den verschneiten Golfplatz oder per Heissluftballon über das Dorf gleiten. Andere hoffen politisch etwas zu bewegen. Sie organisieren Podien oder Vorträge und stellen Kandidaten für die Behörden auf.
Training für viele Sportarten bietet das Turnen für jedermann – immer am Dienstag. Auf Hockeyspieler warten gleich zwei Clubs: der Unihockey-Club und die Ice Selection. Im Laufschritt lässt sich das Dorf zum Beispiel am Zumikerlauf, vom Turn- und Sportverein organisiert, jeweils im April erkunden. Gemütlicher, und erst noch mit der ganzen Familie, lässt sich das Erkunden am Veloplausch des Gemeindevereins im September an.
Ohne männliche Begleitung treffen sich Frauen zum Beispiel bei Veranstaltungen des Frauenvereins, in der Meitlipfadi, dem Christlichen Verein Junger Frauen, im Frauenturnverein oder im Frauenchor. Kinder trifft man auf den verschiedensten Spielplätzen an, in Spielgruppen, MuKi- und VaKi-Turnen, oder – im Sommer – im Freibad Juch. Sie helfen den Eltern dabei auch, sich gegenseitig kennen zu lernen.
Für den Kulturgenuss braucht man nicht nach Zürich zu fahren. Mehr dazu lesen Sie auf den Kulturseiten.
Der ultimative Zumiker Naturliebhaber ist Mitglied von vier einschlägigen Vereinen. Er isst Produkte aus seinem eigenen Schrebergarten (Hobbygärtner-Verein), verwendet zum Heizen und Kochen nur Solarstrom (Verein Solarenergie), baut und benutzt Rastplätze und Feuerstellen (Verkehrs- und Verschönerungsverein) und schützt Vögel und Pflanzen (Natur- und Vogelschutzverein).
Der Gemeindeverein Zumikon fördert das Interesse der Zumikerinnen und Zumiker am politischen und kulturellen Wohlergehen der Gemeinde und bietet ihnen Gelegenheit, aktiv an der Gestaltung des politischen und kulturellen Lebens mitzuwirken. Als Moderator koordiniert der Gemeindeverein die Zusammenarbeit mit Behörden und Vereinen bei der Planung von Veranstaltungen. Bei Behördenwahlen stellt er die Kandidaten vor. Zwei Mal jährlich gibt er den «Zumiker Boten», eine aktuelle Dorfchronik, heraus.
Zum Jahresbeginn lädt der Gemeindeverein zum traditionellen Neujahrsapéro ein. Bei Getränken und einem kleinen Imbiss wird auf das neue Jahr angestossen. Zur Erinnerung gibt es ein Neujahrsblatt, das jedes Jahr von einem Zumiker Künstler oder einer Zumiker Künstlerin gestaltet wird.
Alle zwei Jahre steigen aus dem Schwäntenmos delikate Düfte auf: ein untrügerisches Zeichen dafür, dass der Grillkurs stattfindet. An vier Abenden werden – ausschliesslich männliche – Zumiker in die hohe Kunst des Grillierens eingeführt, damit sie ihre Herzdamen am Schlussabend und den ganzen Sommer hindurch so richtig verwöhnen können.
Zusammen mit den Behörden organisiert der Gemeindeverein für die neuen Einwohnerinnen und Einwohner einen Neuzuzügerapéro. Dabei lernen sie Behördenmitglieder, Partei- und Vereinspräsidenten kennen und erhalten vielseitige Informationen.
Das Zumiker Jahr wird ausserdem von Veranstaltungen geprägt, die wie die vier Jahreszeiten nicht mehr wegzudenken sind: Von April bis November trifft man sich jeweils am letzten Samstag des Monats auf dem Dorfplatz zum Dorfmärt. Da gibt es vom selbst gemachten Zopf bis zum Olivenöl alles zu kaufen, und die Dorfmärtbeiz lädt zum Mittagessen ein. Egal, ob Spatz, Risotto oder etwas Exotisches – es wird immer selbst gekocht. Manchmal bereichern zusätzliche Attraktionen den Dorfmärt: eine Velobörse, ein Flohmarkt oder ein Konzert. Im Herbst findet jeweils abwechslungsweise eine Metzgete oder ein kultureller Anlass (Kultur und Essen) statt.
Im September ist der Dorfmärt Teil der Chilbi. Natürlich darf man die Zumiker Chilbi nicht mit jenen der umliegenden Gemeinden vergleichen, doch gerade für die jüngeren Bewohnerinnen und Bewohner bilden die alte Reitschule und die «Tütschibahn» magische Anziehungspunkte. Die Erwachsenen ihrerseits können es sich in den Festzelten des Turn- und Sportvereins oder der Feuerwehr gemütlich machen.
Obwohl die Zeiten längst vorbei sind, als nur Stadtzürcher zum Knabenschiessen zugelassen waren, wird das Buebe-und- Meitlischüüsse, das erste seiner Art im Kanton, mit seiner über 35-jährigen Tradition immer noch durchgeführt. Alle Schülerinnen und Schüler der Volksschule sowie der Inter-Community School (ab der 5. Klasse) sind zum Einzel- und Teamwettbewerb eingeladen. Im unregelmässigen Turnus findet immer noch das Hochzeits- und Ehrengabenschiessen statt. Es handelt sich um den ältesten Anlass im Dorf, der von der über 300 Jahre alten Gemeind-Schützengesellschaft organisiert wird.
Natürlich fehlt auch die Erst-August-Feier nicht: Hoch oben beim Panoramaweg findet sie statt, vom Verkehrs- und Verschönerungsverein organisiert und musikalisch umrahmt.
Neben den vielen mehr konsumorientierten Anlässen gilt es einen spendenorientierten Anlass besonders hervorzuheben: Zweimal im Jahr ruft der Samariterverein zum Blutspenden auf.
Wenn Zumikon bei diesem vielfältigen Angebot eine Schlafgemeinde ist – dann wirklich nur für Siebenschläfer.
